Ein Sommerlagerbericht
Das Sommerlager begann regnerisch, viele Zelte standen in der ersten Nacht unter Wasser. Ab Mittwoch klarte es auf und die geplanten Aktivitäten wie z.B. die Lagerolympiade mit fünf niederländischen Gruppen wurde zu einem tollen Ereignis!
Einen Bericht von Tobias Meitner (Wöflinge) könnt ihr nun hier lesen:
Sommerlager in Dwingeloo – aus Tobis Tagebuch
Samstag, 10.07.
Früh 6.00 Uhr trafen wir uns alle am Pfadi-Keller in Hittfeld. Gemeinsam packten wir alle Sachen in den Bulli und den Bus. 7. 00 Uhr fuhren wir dann nach Holland los. Dort kamen wir 11.00 Uhr an. Wir trugen die Sachen auf den Zeltplatz und bauten die Zelte auf. Es gab auch schon ein Mittagessen, nämlich Grießbrei.
Duschen konnten wir warm für 0,50€, kalt für umsonst.
Der Lagerkiosk hat inzwischen aufgemacht. An der Information konnten wir am Abend Fußball gucken. Nach dem Spiel mussten wir, die Wölflinge, Zähneputzen gehen und dann war anschließend Nachtruhe.
In dieser Nacht war aber an Schlaf kaum zu denken, denn es hat so stark gewittert, dass der ganze Zeltplatz ca. 10 cm unter Wasser stand. In unserem Wölflingszelt stand das Wasser 4 cm hoch. Das war noch das Zelt mit dem niedrigsten Wasserstand! Gegen 2.00 Uhr wurden wir geweckt und mussten mit unseren Schlafsäcken nach draußen ziehen auf 5 Bänke, die unter dem Sonnensegel standen. Das war für uns 6 sehr eng!
Der Schlafsack von Felix Fahlfeder fiel sogar ganz ins Wasser! Dafür bekam er einen Ersatzschlafsack für die nächsten Nächte.
Da wir die anderen Sachen noch im Zelt hatten, deckten unsere Leiter die Plane über unser ganzes Zeug, damit das Wasser nicht über die Plane sondern unter der Plane hindurchfloss und absickerte.
Natürlich mussten wir auf den Bänken dann auch schlafen. Gegen 3.00 Uhr schlief ich ein. Um 6.00 Uhr sah man nur noch kleine Pfützen.
Sonntag, 11.7.
Als wir unsere Schlafsäcke wieder ins Zelt bringen wollten, waren doch die Rover da drin auf unseren Sachen, da ihre Kote komplett überflutet war!
Es war sehr viel Unordnung im Zelt, so dass mein Bruder Felix sein Halstuch vermisste und Felix Fahlfeder seine Wanderstiefel. Eigentlich wollten wir einen Work – Shop machen oder ins Freibad gehen. Das konnten wir aber nicht, weil wir erst einmal die nassen Sachen aufhängen und Ordnung schaffen mussten. Die Sachen von Felix und Felix fanden sich nach einer halben Stunde wieder an. Dafür verschwanden Felix Meitners Zahnbecher und –bürste. Aber es lagen angeblich zwei neue Zahnbürsten in der Spielekiste. Jaro, unser Leiter, fand sie auf Anhieb aber nicht.
Den Work-Shop schafften wir dann aber doch noch. Mein Bruder und ich haben dabei Stoffbeutel für unsere Eltern bemalt.
Später wuschen und putzten wir die Zeltplanen. Am späten Vormittag haben Pascal und seine Schwester Monique Tagebuch geschrieben.
Danach packten wir die Rucksäcke aus und prüften, ob alles trocken war.
Meine Strickjacke war klamm, aber sonst keine Schäden- bei mir. Jedoch bei Lennart Henningsen war alles nass.
Zum Abendbrot hatte ich Küchendienst.
Lena hat dann für meinen Bruder eine Zahnbürste aus der Spielekiste geholt und ein Klettballspiel, um das Heimweh zu vertreiben.
Jetzt gab es Abendbrot. Dabei bekam Felix M. das stärkste Heimweh der Welt!
Dann haben wir an der Information das Fußball- WM- Finalspiel gesehen.
Zähneputzen und Nachtruhe. Gute Nacht!
Montag, 12.7.
Hab zuerst geduscht, gefrühstückt und Zähne geputzt. Beim Frühstück haben wir uns Lunchpakete für das Freibad gemacht.
Um viertel nach elf gingen wir los ins Freibad. Leider kam plötzlich ein Gewitter auf und das Freibad hatte geschlossen. Es war beinahe eine weitere Flut. Man sah große Pfützen.
Diesmal bekamen wir Wölflinge ein schnell aufgebautes Küchenzelt, mit eingebauter Erhöhung als Wasserflutschutz. Unsere großen Rucksäcke blieben im Wöfs-Zelt mit wieder hochgeklappter Plane.
Nun haben wir lange gespielt und bis zum Abendbrot viele Sachen gemacht.
Julius und Felix Fahlfeder wurden geknebelt.
Dann Abendbrot, Zähneputzen und Nachtruhe im neuen Zelt, indem auch die Leiter schliefen.
Dienstag, 13.7.
Nach dem Frühstück haben wir unsere Sachen für die Hike gepackt. Und um 13.00Uhr gingen wir Wölflinge mit unseren Leitern Julian und Jaro los.
Viertel vor 2.00 Uhr rasteten wir kurz. Um kurz vor 3. Uhr machten wir noch eine kleine Pause. Um 20 min vor 4.00Uhr waren wir in Lhee. In Dwingeloo gab es keinen passenden Schlafort für uns.
Da wir nicht genug Verpflegung dabei hatten, kauften wir in C1000, einem Supermarkt, erst mal ein. Um 5 nach 6.00Uhr waren wir wieder in Lhee und suchten jetzt bei Bauern eine Unterkunft. Um 5 nach halb 7.00Uhr fanden wir dann eine freie Scheune, in der wir bleiben konnten. Viele Fliegen und zwei Hunde haben uns dort beim Essen gestört. Lustig waren sie aber auch.
Um 5 nach halb 9.00Uhr war ich vom Wandern schon sehr müde, aber es hatte auch viel Spaß gemacht. Bis halb elf haben wir noch gespielt und Rätsel gelöst. Zähne putzen und Gute Nacht! Und mein Bruder und ich hatten heute kein Heimweh!
Mittwoch, 14.7.
Neben rund 100 Kühen zu schlafen, war gar nicht so schlimm, aber diese Fliegen! Haben die genervt! Nachdem wir um 10 vor 8.00Uhr uns auf den Heimweg machten, fanden wir um 8 nach 8.00Uhr einen guten Frühstücksplatz. Um viertel vor 9.00Uhr gingen wir weiter. Da Jaro uns der Nase nach führte, waren wir schon um 20 nach 9.00Uhr wieder im Lager. Um halb 10.00 Uhr hatte ich alle meine Sachen schon wieder aufgeräumt, Felix allerdings noch nicht.
Um halb 12.00Uhr haben wir auf eine Plane, die auf einer Lichtung neben dem Lagerplatz lag, Wasser und Spülmittel geschüttet, auf der wir dann rutschen konnten. Um 3.00Uhr gab es Mittag.
Dann haben wir bis zum Abend gespielt. Um 10 vor 8.00Uhr hatte Felix dann schon 46 mal Heimweh. Um Viertel vor 9.00Uhr gab es Abendessen und um Viertel nach 10.00Uhr haben wir uns Zähne geputzt. Heute hatte ich nur 1 mal Heimweh.
Donnerstag, 15.7.
Heute morgen hatte ich doch eine Zecke, die Julian gleich gezogen hat. Um halb 9.00Uhr gab es Frühstück und um Viertel vor 11.00Uhr begann unsere Lagerolympiade. Gemeinsam mit Holländern haben wir verschiedene Stationen gemeistert. Die Olympiade endete um Viertel nach 2.00Uhr.
Meine Gruppe wurde 5., die meines Bruders 4. Unsere Gruppe hieß „Goal getters“. Nachdem ich die Farbe vom Gesicht gewaschen hatte, packte ich die Sachen meines Bruders von dem Hike, wieder in den großen Rucksack um.
Noel wollte noch mit den Eltern in den Urlaub fahren und wurde daher heute schon abgeholt.
Um Viertel nach 8.00Uhr gab es Abendbrot. Dann haben wir noch gespielt, bis es später am Abend noch ein Lagerfeuer gab. Um 11.00Uhr war Nachtruhe.
Freitag, 16.7.
Hab gut geschlafen und um 9.30 Uhr standen wir auf. 5 vor halb 11 Uhr gab es Frühstück. Ich hatte Küchendienst. Um 12.00Uhr gingen wir mit gepackten Sachen ins Freibad. Dort haben wir gespielt. Um 5 nach 4.00Uhr gingen wir wieder und um 20 nach 4.00Uhr hatte ich alle Sachen wieder umgepackt. Um halb 9.00Uhr gab es Abendbrot. Nach dem Zähneputzen war Nachtruhe. Aber ich konnte nicht schlafen. Und dann gab es um 20 nach 12.00Uhr auch noch eine Nachtwanderung. Es ging keiner verloren obwohl sich Mirko bis zu einer größeren Straße, die nicht mehr im Wald lag, verlief. Um 2.00Uhr hieß es: “Schlaft jetzt!“
Samstag, 17.7.
Diesmal habe ich schlecht geschlafen. Um 8.15Uhr bin ich aufgewacht. Um Viertel nach 10Uhr gab es Frühstück. Um 2.00Uhr gab es Mittag. Und um 10 nach 7.00Uhr Abendessen. Dazwischen gespielt und 4 Zelte schon abgebaut und zusammengelegt.
Um Viertel nach 9.00Uhr gingen wir los, um Stöcker für Stockbrot zu suchen. Um halb 10.00Uhr gab es dann Stockbrot und Lagerfeuer für alle.
Außerdem gab es die Preisverleihung der Nachtwanderung (Mirko bekam den Preis für den größten „Verläufer“). Und man durfte sein Versprechen für sein Abzeichen abgeben.
Dann wurden wir schlafen geschickt.
Sonntag, 18.7.
Um 6.00Uhr mussten wir aufstehen, um alles abzubauen und einzupacken. Dafür gab es auch nur ein kurzes Frühstück. Kurz nach 10.00Uhr konnten wir dann nach Hause fahren. Da alles gut ging, waren wir schon zeitig zu Hause. Ich war froh, meine Eltern wieder zu sehen.
Zusammen haben wir noch alles wieder ausgepackt. Es war zwar schön, aber endlich wieder zu Hause.
